Abb. 45: Japanische Werkstatt für Vervielfältigungen mit kupfernen Stempeln

(Schema nach Tadao Yamaguchi, katsuji no sekai.1988; zit.n.: Hiroshi Momose:
surugaban dôkasuji. In:insatsushi kenkûkai (Hg.): hon to katsuji no rekishijiten.
Tôkyô 2000, S.47-435, hier S.125.)

 

 

Handwerker

1. zwei Handwerker für die Arbeit „kigiri“ (Holzschneiden), bei dem der Holzstock auf die Größen des Schriftstempels geschnitten wird.
2. drei Handwerker für die Arbeit des „chôji“ (Schriftschneiden) bzw. „horite“ (Holzschneider), bei dem die Schriftkontur aus einzelnen hölzernen Rohlingen ausgeschnitzt wird.
3. acht „uete“ (‘Einpflanzer’ im Sinne von ‘Setzer’), die die Schriftstempel, die Durchschüsse, die Zeilenlinien und die Seitenrahmen auf das Tablett/die Druckform setzen.
4. acht „kôgô“ (Korrektoren), die die gedruckten Seiten mit der Vorlage vergleichen. Sie bildeten Gruppen aus je zwei Leuten, von denen einer das Original vorliest und der andere die gesetzten Schriftstempel auf der Druckform überprüft.
5. fünf „surite“ (‘Reiber’), die im Reibeverfahren die Abzüge herstellen. Der eine surite befeuchtet das zu bedruckende Papier.
6. zwei Handwerker für „kaihan“, dem ‘das Auflösen der Druckplatte’ im Sinne von ‘Ablegen’ und das Putzen und Zurücklegen der Schriftstempel in die Kasten.
7. „kôgô“, die Korrektur der gedruckten Seiten.
8. „chôai“, das Zusammenlegen der (gefalteten) Seiten
9. „seihon“, das Binden des Buches (Fadenheftung).

 

 

Werkzeuge und Arbeitsmittel

I
„jikibako“ (Schriftholzkiste)
II
100 Kisten für „dôji“ (‘Kupferschrift’ im Sinne von kupfernen Stempel mit je einem Schriftzeichen)
III
„jikidansu“ (Schriftholzkommode)
IV
„tsumeki“ (Holzleisten/„Durchschuss“)
V
„suribachi“ (Mörser)
VI
„kisuzuri“ (Reibstein für Tuschefarbe aus Holz)
VII
„suriban“ (Druckplatte aus Holz)
VIII
„kamimizuuchiita“ (Holzplatte für das Befeuchten der Druckpapiere)
IX
„henkaeshiita“ (vermutlich Holzplatte für das Ablegen)

 

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